Labyrinth als Projekt der 72-Stunden-Aktion 2013

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„Uns schickt der Himmel“ war der Titel der bislang größten 72-Stunden-Aktion in Deutschland. Und der Himmel hat auch eine Aktionsgruppe in die Wies geschickt, die gemeinsam mit unserem Hausmeister Markus Mair ein riesengroßes begehbares Labyrinth gestaltet hat. Von 13. bis 16. Juni 2013 haben sieben Jungs von der „Hütte Schwabhausen“ in der Wies ihr Zelt aufgeschlagen und gemeinsam für das große Ziel gearbeitet und geschwitzt.

Zugegeben, ein bisschen Vorarbeit war schon geleistet. Bereits am Dienstag der Woche war der Bagger gekommen und hat hinter der Hauskapelle einen Kreis von gut elf Metern ausgehoben, so dass eine Sickerleitung verlegt und die Kiesgrundlage eingefüllt werden konnte. Am Donnerstag Spätnachmittag ging es dann für die Aktionsgruppe los – zunächst bei der Auftaktveranstaltung in Landsberg, bei der sie erfuhren, was ihr Projekt sein wird. Dass sie nicht an ihrem Ort bleiben würden und Schubkarren und Schaufeln benötigen würden, das hatten sie bereits gewusst und entsprechend Autos und Hänger bepackt, so dass sie sich gleich auf den Weg in die Wies machen konnten. Dort schlugen sie dann im wahrsten Sinn des Wortes ihr Zelt auf dem Sportplatz auf und verschafften sich einen ersten Eindruck von „ihrer“ Baustelle und der Herausforderung, die ihnen da bevorstand: ein Labyrinth von elf Metern Durchmesser zu pflastern, mit etwa 140 Metern Weglänge, mit zahlreichen Wendungen und exakten Abständen und mit dem Logo der Landvolkshochschule als Mosaik in der Mitte. Puh …

Zu ihrem Glück mussten sie das nicht alleine bewerkstelligen, sondern erhielten professionelle Anleitung von Markus, unserem Hausmeister. Freitag früh ging es dann gemeinsam los: viele Schubkarrenladungen Split einfüllen, die Fläche geradeziehen, Pflastersteine schleppen, Abstände ausmessen, Steine verlegen, Betonieren, Quarzsand in die Zwischenräume kehren, das Mosaik austüfteln, verlegen und verfugen, Humus schaufeln, die Räume zwischen den gepflasterten Wegen mit zahllosen Schubkarrenfüllungen von Humus auffüllen, den Außenbereich walzen und schließlich Gras sähen, damit der Labyrinthweg wieder von Grün umgeben sein wird. Mit all diesen Arbeiten verging die Zeit bis Sonntagnachmittag wie im Flug. Die Jungs schätzten dabei sehr die sensationelle Verpflegung durch unsere Küche, und ihre mitgebrachte Handcreme, denn bei so viel Schaufeln und Schleppen wollten die schmerzenden Hände schon gepflegt werden.

Trotz aller Anstrengung herrschte nach der Fertigstellung am Sonntagnachmittag Einigkeit: wir würden es wieder machen!

Wir freuen uns sehr über diese gelungene Bereicherung auf unserem Gelände und laden herzlich dazu ein, das Labyrinth zu bestaunen und vor allem zu begehen und eigene Erfahrungen darin zu machen. Denn dafür wurde es gebaut – von unseren Himmelsboten aus Schwabhausen.

Informationen zur 72-Stundenaktion

Die 72-Stunden-Aktion wurde vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) auf Bundesebene veranstaltet und in regionalen Koordinierungskreisen organisiert. Insgesamt waren dabei 115.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in 4000 Aktionsgruppen aktiv. Weitere 60.000 Menschen engagierten sich in den Koordinierungskreisen oder als Unterstützer der einzelnen Projekte. Somit hatte die Aktion 175.000 Beteiligte im gesamten Bundesgebiet und sogar darüber hinaus (es gab auch 25 internationale Projekte, z.B. in Belgien, Sambia, Nicaragua). Eindrücke von den verschiedenen Projekten sind zu finden auf www.72stunden.de .